VorteilsZeit-Karte für MitarbeiterInnen der Ferienregion Reschensee
Katharina Fritz: Der Obervinschgau liegt direkt an der Grenze zur Schweiz – eine Region, in der viele Arbeitskräfte wegen attraktiver Gehälter ins Nachbarland abwandern. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der Tourismusverein Obervinschgau ein innovatives Projekt gestartet: die digitale Mitarbeiterkarte. Sie bietet exklusive Vorteile für Mitarbeitende und stärkt die Bindung zu den Betrieben. Gemeinsam mit dem Mobilitätskonsortium wurde eine flexible, digitale Lösung entwickelt, die schnell und einfach umgesetzt werden kann.
MoKo: Was war der Grund für die Einführung der Mitarbeiterkarte?
Katharina Fritz: Der Obervinschgau ist Grenzgebiet zur Schweiz – viele Arbeitskräfte wechseln wegen höherer Gehälter dorthin. Um dem entgegenzuwirken, starteten wir 2022 das „Arbeitgeberprojekt“. Ziel war es, unsere Mitgliedsbetriebe bei der Mitarbeitersuche und -bindung zu unterstützen. Nach einer Umfrage unter jungen Fachkräften wurde klar: Sie wünschen sich Benefits und regionale Vorteile. Daraus entstand ein Konzept mit drei Säulen: Weiterbildung (WissensZeit), Mitarbeiterkarte (VorteilsZeit) und Teamveranstaltungen (ErlebnisZeit). Die Karte soll bestehende Mitarbeitende binden, neue gewinnen und ihnen die Region näherbringen.
MoKo: Wie konntet ihr die Leistungsgeber überzeugen?
Katharina Fritz: Wir haben auf bestehende Kooperationen gesetzt und den Vorteil hervorgehoben, dass auch ihre eigenen Mitarbeitenden profitieren. Zudem gilt: Wenn einer mitmacht, ziehen andere nach – das hat gut funktioniert.
MoKo: Warum habt ihr euch für eine digitale Lösung entschieden?
Katharina Fritz: Die digitale Variante entstand in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätskonsortium. Sie ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Ausgabe – auch für Praktikanten oder Saisonkräfte. Zudem war uns eine professionelle und partnerschaftliche Umsetzung wichtig, und genau das haben wir mit MoKo erreicht.
MoKo: Wie reagieren die Betriebe und Mitarbeitenden?
Katharina Fritz: Das Interesse ist groß, die Karte wurde mehrfach vorgestellt und stieß auf viele Nachfragen. Ab 01. Dezember ist die Mitarbeiterkarte erhältlich.
MoKo: Gab es Herausforderungen bei der Umsetzung?
Katharina Fritz: Die größte Herausforderung ist es, attraktive Leistungen ohne Querfinanzierung anzubieten. Aber abgesehen davon lief technisch alles reibungslos dank der Erfahrung von MoKo. Der Austausch war konstruktiv und auf Augenhöhe – das hat besonders gut funktioniert.
MoKo: Was bedeutet dir persönlich die Mitarbeiterkarte?
Katharina Fritz: Sie ist ein wichtiger Baustein, um das Image des Tourismus als Arbeitgeber zu stärken und eine Community in der Region aufzubauen. Für uns war entscheidend, einen Partner zu haben, der nicht nur technisch professionell arbeitet, sondern auch menschlich überzeugt. Mit MoKo hatten wir nie das Gefühl, es ginge ums Verkaufen – sondern um ein gemeinsames Ziel: ein Produkt mit echtem Mehrwert für die Region.
Nähere Informationen auf der offiziellen Webseite radikal-zeit.com/vorteilszeit
16.02.2026